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Tschüss Heimat, hallo Ausland!

Hola liebe Mitmenschen!

Wir schreiben heute den 24.09.2013 und das bedeutet, dass ich nun seit 11 Tagen in der andalusischen Hochburg Granada verweile. Das ist also mein Auslandssemester... Kennt ihr das, wenn man 2 Jahre lang immer in der Zukunft redet? "In 2 Jahren müssen wir ins Ausland!" "Nächstes Jahr sind wir dran!" Ja, so hört sich das an, wenn man leidenschaftlich Sprachen studiert, aber leider ein Heimat-Kind ist.

Nun ja, jetzt ist es aber so weit. Und ich kann euch sagen: Es geht mir gut! Lasst es mich erklären....

Ich wohne unter anderem mit meiner Studienkollegin und guten Freundin Lisa zusammen. Als wir am Freitag, den 13.09. in Malaga gelandet sind und eine zweistündige Busfahrt nach Granada hinter uns gebracht hatten, war zuerst einmal die Freude über das Ende einer anstrengenden Anreise groß. Fliegen ist nämlich so gar nicht meins... Und freitag abends, nachdem wir uns mit Curry-Reis gestärkt hatten, ging es dann direkt zur 1. Erasmus-Party. Es wurde also gefeiert bis die Müdigkeit nicht mehr zu ignorieren war, woraufhin wir vollkommen erschöpft in unser Bett fielen und direkt einschliefen. So weit, so gut. Gar nicht gut dagegen war der Samstag. Der erste Tag ist der Tag, an dem man realisiert, dass man nun hier bleibt. Nicht für 2 Wochen Urlaub, sondern für ein ganzes Semester! Ich kann nicht leugnen, dass das Heimweh in den ersten Tagen riesengroß war und ich mich gefragt habe, was das ganze überhaupt soll - "Sofort zurück!" war mein einziger Gedanke...

Aber dank vieler toller,netter und offener Leute, die man jeden Tag aufs Neue kennenlernt, freundet man sich schließlich langsam aber sicher mit seiner Situation an. Das hört sich alles sehr tragisch an, aber diejenigen, die eine große Bindung zu ihrer Heimat haben - warum auch immer - werden mich verstehen! Da wir einen Erasmus-Austausch machen, wird sehr viel organisiert - Fiesta, Picknick, Strand - alles, was das Studentenherz begehrt! Und so kann man sich eigentlich gar nicht einsam und verlassen fühlen...

Bei mir gibt es bisher jeden Tag einen "schweren Moment", aber man lernt damit umzugehen. Denn man muss! Zumal jetzt auch die Uni anfängt und der erste Besuch nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt..

 

Fazit: Ja, es ist schwer! Aber auch hier  läuft die Uhr weiter - sich das bewusst zu machen, hilt immer!

24.9.13 19:19, kommentieren

Die Vorzüge des ERASMUS-Studenten

Als Erasmus-Student hat man es einfach zu gut! Man muss sich hier freizeitmäßig um nichts kümmern, denn die fleißigen Erasmus-Koordinatoren stellen jeden Tag ein neues Programm auf die Beine: Ob Tapas essen, Strandfahrten, großartige Erasmus-Partys oder Stadtbesichtigungen, es lohnt sich immer – und das zu einem kleinen Preis! Ein Blick in Facebook und du weißt, was der Tag dir beschert! So viele Events, dass man sie gar nicht alle mitnehmen kann... Das kann ich nur empfehlen! So kommt man automatisch jeden Tag mit neuen Leuten in Kontakt, ohne aktiv suchen zu müssen. Und in einer großen Runde am Strand zu liegen oder auf der Tanzfläche zu feiern, ist doch das Beste, was man sich im Ausland vorstellen kann!
Nächste Woche gibt es hier sogar ein Oktoberfest, extra iniziiert, weil dieses Jahr so viele deutsche Austauschstudenten in Granada sind – was will man mehr? Ein bisschen Heimat im Ausland…

Was die Uhrzeiten angeht, sollte man es als Deutscher mit der Pünktlichkeit hier nicht so genau nehmen, wenn man sich nicht unnötig ärgern will. Wenn für die Fahrt zum Strand ein Treffpunkt um 9 Uhr ausgemacht wird, ist die Abfahrt vor 10 Uhr auf keinen Fall möglich! Und wenn wir uns um 18.30 Uhr zum Sprachkurs treffen, dann reicht 18.45 Uhr, um „pünktlich“ zu sein. Nur in der Uni sollte man die deutsche Pünktlichkeit fortsetzen. Denn dort wird es gar nicht gern gesehen, wenn Studenten zu spät zum Unterricht erscheinen. Zumal dort eine sehr persönliche Atmosphäre herrscht und es somit sehr unangenehm ist, negativ aufzufallen.

Was die Einkaufsmöglichkeiten betrifft ist man hier bestens bedient. Zumindest wenn man Klamotten braucht! Hier gibt es tolle Läden, alles ist etwas günstiger als in Deutschland und  fußläufig zu erreichen. Bei Lebensmitteln muss man jedoch ein paar Abstriche machen. Das, was wir in Deutschland als Supermarkt bezeichnen, heißt hier „mercadona“. Und die sind leider nicht allzu weit verbreitet. 20 Minuten mit vollen Einkaufstüten vom Laden zur Wohnung können da schonmal zur Tortur werden… Allerdings hat man um die Ecke immer kleine Tante Emma-Läden oder asiatische Geschäfte, in denen sich alles Unnütze finden lässt. Allerdings sollte man aufpassen, wo man was kauft. Beim Asiaten gibt es 2 Sixpacks Wasser für 8 Euro, im Emma-Laden um die Ecke geht das 3x günstiger! Kosmetikprodukte sind hier generell teurer, vor allem Markenprodukte wie Dove oder Nivea. Und vor allem Sonnencreme. Die sollte man unbedingt von zu Hause mitbringen, wenn man hier keine 12 Euro ausgeben möchte!

Das waren also ein paar Vorzüge des Lebens eines Erasmus-Studenten und ein paar Tips, um Geld zu sparen...

27.9.13 19:25, kommentieren